Promi Big Brother 2013


Promi-Big-Brother-2013Mit der letzten deutschen Staffel Big Brother im Jahr 2011 drohte das beliebte Reality-Format in Vergessenheit zu geraten – es gab keine Ankündigung einer neuen Staffel, kein Wort von RTL II zu diesem Thema. Viel wurde spekuliert, doch nichts traf ein.

Promi Big Brother bei neuem Sender SAT. 1

2013 dann die Überraschung, völlig unerwartet drang die Neuigkeit an die Öffentlichkeit: Es wird ein Promi Big Brother geben und zwar bei einem neuen Sender. SAT.1 kooperierte mit Endemol und plante die Erstausstrahlung des weltweit bereits bekannten Formates. Man begann mit einer gigantischen Werbekampagne – und die übrige Presse überschlug sich. Im Netz, im Fernsehen mit Trailern und Spots, sogar mit Plakaten wurde auf Promi Big Brother 2013 aufmerksam gemacht.

 

Engagiert wurden zwei Moderatoren: Cindy aus Marzahn, zu diesem Zeitpunkt gerade bei „Wetten, dass…?“ als Co-Moderatorin ausgeschieden, und den spitzzüngigen Oliver Pocher. Neu war ebenfalls die Ausstrahlung einer Promi Big Brother-Webshow, welche die Zuschauer hauptsächlich während Werbepausen unterhalten sollte. Moderiert wurde sie von den beiden Ex-GIGA-Moderatoren Etienne Gardé und Nils Bomhoff. Sie begrüßten auch ausgeschiedene Bewohner in ihrem kleinen Studio und befragten sie auf eher unkonventionelle Weise. Wie Etienne Gardé in einem Exklusiv-Interview mit BBfun.de verriet, hätte er bereits selbst WG-Erfahrungen gesammelt und würde so etwas „nie wieder!“ wagen. SAT.1 sparte auch bei der Einzugsshow keine Kosten und Mühen. Promi Big Brother 2013 startete mit einer fulminanten Show unter freiem Himmel – und die Einschaltquoten ließen keine Wünsche offen.

Promi Big Brother 2013 mit Schwierigkeiten

Nach dem ersten Jubelschrei zum Staffelauftakt, kam dann die bittere Wahrheit für SAT.1: Promi Big Brother 2013 verlor annähernd die Hälfte der Zuschauer.

 

Wurde das Format bereits 17 Ländern erfolgreich produziert, darunter Argentinien, Australien, Südafrika, Dänemark, Großbritannien und Indien, so stellte sich die Frage: Warum also ein mäßiger Erfolg in Deutschland? Fans bemängelten die anfänglich sehr schlechte Tonqualität, ein Durcheinander von Einblendungen des vergangenen und des aktuellen Tages – auch die Moderatoren kamen überhaupt nicht an.

 

SAT.1 reagierte prompt und regulierte das Bemängelte. Gab es anfänglich große Kritik an der Kandidatenauswahl von Promi Big Brother, so erwies sich die Verpflichtung von David Hasselhoff als absoluten Trumpf. Als dann noch US-Megastar Pamela Anderson sofort nach seinem vorzeitigen Ausscheiden folgte, waren alle Rufe nach „echten“ Stars verstummt. Die Quoten erholten sich und blieben dann auch stabil. ProSiebenSat.1 zählte Promi Big Brother 2013 später sogar zu den sechs „Must see“-Formaten des Jahres.

Wahrscheinlich 2014: Promi Big Brother vor Rückkehr

Promi Big Brother ist für ProSiebenSat.1 nicht nur die Möglichkeit, ein neues Publikum zu gewinnen, das RTL beispielsweise ganz erfolgreich mit „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, auch bekannt als das Dschungelcamp, zu binden weiß, sondern bietet auf längere Sicht die Möglichkeit, den eher mauen Vorabend bei SAT.1 auf eine fundierte Basis in Sachen Quote zu stellen.

 

Dass aus dem resignierenden „Wir machen’s nochmal!“ der Moderatoren wirklich neue Hoffnung erwächst für ein Promi Big Brother 2014 bleibt dem Format und natürlich auch den Fans durchaus zu wünschen. Zumindest Big Brother scheint eine Zukunft zu haben. Wie der Medienrat der bayrischen Landeszentrale für neue Medien mitteilt, wurde Sky Deutschland die Genehmigung erteilt, die Verbreitung von Big Brother unter dem Namen „Sky Event“ für acht weitere Jahre vorzunehmen.

 

Bildquelle: SAT.1 / Endemol