Computerspiele als anerkanntes Medium

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Seit jeher schwingen beim Gedanken an Computerspiele, viele negative Klischees mit. Besonders ältere Semester, die selbst noch nie einen Joystick in der Hand hatten, sind durch einseitige Berichterstattung mit Vorurteilen belastet. Viel mehr als Knöpfe drücken und auf Pixel schießen, sei aus dem interaktiven Medium nicht herauszuholen. „Killerspiele“ haben sich seit diversen Amokläufen, als Quell allen Übels in den Köpfen manifestiert. Viele Menschen sind dabei überhaupt nicht gewillt, differenziert über die Materie nachzudenken und scheren jedes Spiel über einen Kamm.

Doch gerade in den letzten Jahren zeichnet sich ein positiver Trend ab, der Videospielen helfen kann, weg vom Kellerkind-Image zu kommen. Seitdem Anfang 2010 das Spiel „Heavy Rain“ seinen interkontinentalen Triumphzug begann, hat sich die Herangehensweise der Entwickler geändert. Die emotionale Verbindung zu den Protagonisten rückt mehr in den Vordergrund und komplexere Geschichten werden erzählt.Generell vermischen sich die Genres Film und Spiel stärker. Der Gameplay-Aspekt genießt häufig nicht mehr oberste Priorität. Zudem werden vermehrt Zwischensequenzen eingebaut, welche der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen. Charaktere vom Reißbrett sollen vermieden werden. Viele Studios bemühen sich um Innovation und um cineastische Inszenierung. Dies widerlegt die Theorie, Zocker seien nur auf stumpfsinnige Unterhaltung in Form von Ballerspielen aus. Das Medium Computerspiel ist weitaus mehr. Es erzählt Geschichten und transportiert Gefühle, ähnlich wie Bücher oder Kinofilme.

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